Newsletter online anzeigen

 
 
 
Website 
 
LinkedIn
 
 
 
 

Forum für Klima und globalen Wandel (ProClim)

ProClim Briefing Nr. 7
04.08.25

 
 
 
 
 
 

Fabienne Frey,
Redaktionsmitarbeiterin bei ProClim

 
 
 

Guten Tag

Baden, sonnen und wieder baden – meine Juniferien habe ich genossen. Aber das Wasser war gar nicht mehr wirklich eine Abkühlung und die Glacé ist etwas zu schnell geschmolzen. Solche Hochsommer-Verhältnisse sind aussergewöhnlich für den Monat Juni, das zeigen die wissenschaftlichen Daten nun deutlich. In unseren Klima-News können Sie nachlesen, welche Rekorde die Juni-Wärme in Europas Luft und Gewässern aufgestellt hat – und dass derartige Hitzewellen häufiger werden. Auch einen Blick in die Zukunft der Schweizer Flüsse bietet diese Rubrik: Forschende der Eawag und der Universität Basel haben berechnet, wie stark sich die Fliessgewässer bis Ende dieses Jahrhunderts erwärmen.

Wir haben uns gefragt, was die höheren Temperaturen für die Kühlung der Kernkraftwerke in der Schweiz bedeuten und bei Regina Betz angeklopft. Sie ist Mitautorin eines kürzlich veröffentlichten und medial intensiv diskutierten Berichts der Energiekommission. Im Interview ordnet Regina Betz die künftige Nutzung von Kernenergie im Kontext von Klimawandel und dem Erreichen des Netto Null-Ziels ein.

Sie sehen: Der Lesestoff für die Badi ist vorhanden. Ich persönlich bin gut erholt zurück am Schreibtisch und freue mich sehr, als neue Redaktionsmitarbeiterin die wissenschaftlichen Erkenntnisse rund um den Klimawandel zu kommunizieren.

Im Namen von ProClim wünsche ich Ihnen einen erfrischenden Sommer,

 
 

ProClim-News

 
 
 
 
 
 

Bild: ZHAW

 
 

Nachgefragt bei ... Regina Betz

Wie schneiden eigentlich emissionstechnisch Kernkraftwerke gegenüber erneuerbaren Energien ab? Und eignen sie sich, um die Schwankungen der Erneuerbaren und deren Winterdefizit auszugleichen? Wir haben diese Fragen Regina Betz gestellt. Sie ist Co-Autorin des anfangs Juli von der Energiekommission der Akademien der Wissenschaften Schweiz veröffentlichten Berichts «Perspektiven für die Kernenergie in der Schweiz» und hat diesen für uns aus einer klimawissenschaftlichen Perspektive eingeordnet. Hier mehr lesen

 
 

ProClim FlashBack

 
 

Wie kann dem städtischen Wärmeinseleffekt entgegengewirkt werden? Antwort: Durch Begrünung! Am Ansermetplatz in Bern wurde 2021 während eines Pilotprojekts ein Kühlungseffekt von durchschnittlich 3°C und max. bis zu 20 °C Temperaturdifferenz gemessen. Durch einfache Massnahmen wie Pflanzen, Sitzgelegenheiten und temporäre Begrünung verwandelte sich der versiegelte Hitzeplatz in eine kühlere, lebenswertere Oase. Mehr dazu hier


 
 
 
 
 
 

Bild: Mirko Winkel

 
   
 

Klima-News

 
 

      Klimakalender

 
 
 
 
 
 

Neues Gutachten des Internationalen Gerichtshof zur Verantwortung von Staaten in Sachen Klimawandel

 
 

Am 23. Juli hat der Internationale Gerichtshof (IGH) in Den Haag eine lang erwartete Advisory Opinion veröffentlicht: Staaten haben verbindliche völkerrechtliche Verpflichtungen zum Schutz des globalen Klimas. Wenn sie diesen Pflichten nicht nachkommen, kann ihr Verhalten künftig als völkerrechtswidrig eingestuft werden. Weiter hat der IGH entschieden, dass das Recht auf eine «saubere, gesunde und nachhaltige» Umwelt ein universelles Menschenrecht ist. Der IGH betonte ausserdem, dass der Klimawandel eine «existenzielle Gefahr planetaren Ausmasses» darstellt, die zweifelsohne durch menschliche Aktivitäten verursacht wurde. Dieses Gutachten wird von Rechts- und Klimaexpertinnen und -experten als richtungsweisend angesehen. Mehr / Plus / More 

 
 
  
 
 

Weltweit drittwärmster Juni

 
 

Nach Angaben des europäischen Copernicus-Dienstes war der Juni 2025 mit einer durchschnittlichen Lufttemperatur von 16,46°C weltweit der drittwärmste Juni und damit 0,47°C über dem Durchschnitt 1991-2020 . Die Temperatur lag 1,3°C über der vorindustriellen Referenzperiode 1850-1900. In der Schweiz war der Juni 2025 mit einer durchschnittlichen Monatstemperatur von 16,3 °C und einer Abweichung von +3,8°C zum Referenzzeitraum 1991-2020 der zweitwärmste Juni seit Messbeginn 1864. Nur der Juni aus dem Hitzesommer 2003 war noch wärmer (17,3 °C). Mehr / Plus

 
 
  
 
 

Wie sicher ist unsere Energieversorgung?

 
 

Wir müssen unser Energiesystem nachhaltiger gestalten – aber welcher Weg dazu ist der beste? Um die Energieversorgung der Zukunft planen zu können, brauchen Entscheidungsträgerinnen und -träger stichhaltige Zahlen und Fakten. Die Wissenschaft liefert bereits zuverlässige Modelle, um einerseits die Nachhaltigkeit und andererseits die Kosten von unterschiedlichen Energiesystemen miteinander vergleichen zu können. Nun haben Empa-Forschende auch ein Modell für die Berechnung der Versorgungssicherheit entwickelt. Mehr / Plus/  More

 
 
  
 
 

Wie stark sich Schweizer Fliessgewässer erwärmen werden

 
 

Bis zum Ende des Jahrhunderts werden die Wassertemperaturen der Schweizer Flüsse um bis zu 3.5°C ansteigen, wenn keine Klimaschutzmassnahmen ergriffen werden. Besonders stark betroffen sind die Flüsse in den Alpen. Zu diesem Ergebnis kommen Forschende der Eawag und der Universität Basel in einem vom BAFU finanzierten Forschungsprojekt.  MehrPlus / More

 
 
 
Mehr News lesen
 
 
   
 

28.08.2025

Beat the Heat Conference 2025

Konferenz, Allschwil ❯❯

 
 
 
 
 

03.- 04.09.2025

ScienceComm25

Veranstaltung, St. Gallen ❯❯

 
 
 
 
 

04.09.2025

Grundwasser – die Ressource Trinkwasser nutzen und schützen

Veranstaltung, Dübendorf ❯❯

 
 
 
 
 

16.09.2025

Der Klimawandel und ich

Führung, Zürich ❯❯

 
 
 
 
 

17. – 18.09.2025

Naturgefahrensymposium 2025

Tagung, Luzern ❯❯

 
 
 
 
 

26.10.2025

SAVE THE DATE: ERÖFFNUNG «Mensch, Erde! – Das Klima im Wandel»

Ausstellung, Bern ❯❯

 
 
 
 
 

28.-30.10.2025

From space to climate services: co-creation

Konferenz, Darmstadt ❯❯

 
 
 
 
 

30.10.2025

Klimaschutz und graue Emissionen - 2. Berner Klimarechtstagung

Tagung, Bern ❯❯

 
 
 
 
 

04.11.2025

Klima CH2025

Veranstaltung, Zürich ❯❯

 
 
 
 
 

26.11.2025

Sustainability Science Forum 2025: Einen gerechten Wandel hin zur Netto-Null-Gesellschaft gestalten

Tagung, Bern ❯❯

 
 
 
 
 

28. – 29.11.2025

Klimagipfel für Landwirtschaft und Esskultur

Veranstaltung, Landquart ❯❯

 
 
 
 
 

05.12.2025

Climate Justice: Scientific, Ethical, and Legal Dimensions

Konferenz, Bern ❯❯

 
 
 
 
 

20.09. - 03.10.2026

Climate Risk Workshop 2026

Workshop, Huesca ❯❯

 
 
 
Mehr Events ansehen
 
 
 

Calls

 
 

Call for Review of Essential Climate Variable

 
 

The Global Climate Observing System (GCOS) Programme has been defining Essential Climate Variable (ECV) since the late 1990s when the term was coined. Now, an updated set of ECVs has been developed and GCOS is calling for reviewers. Deadline 8. September 2025. More 

 
 
 
 
 
 

Ausschreibung Projektförderung

 
 

Die Projektförderung ermöglicht Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die eigenverantwortliche Durchführung von Forschungsvorhaben zu selbst gewählten Themen und Forschungszielen. Realisieren Sie Ihre Ideen mit dem SNF – einzeln oder kollaborativ, disziplinär oder interdisziplinär. Deadline: 1 October 2025 Mehr / PlusMore 

 
 
 
 
 
 

Ausschreibung 2025-2026: «Lebenswerte und nachhaltige Orte»

 
 

Der Bund unterstützt mit dem Förderprogramm Nachhaltige Entwicklung innovative Projekte von öffentlichen und privaten Institutionen in der ganzen Schweiz. Der Themenschwerpunkt des Förderprogramms 2025-2026 ist «Lebenswerte und nachhaltige Orte». Dieses Thema betrifft vor allem SDG 11: Nachhaltige Städte und Gemeinden und SDG 15: Leben an Land. Gesuche können bis am 30. September 2025 eingereicht werden. Mehr / Plus 

 
 
 
Mehr Calls ansehen
 
 
 
 
 
 
 

Publikationen

 
 

WMO Global Annual to Decadal Climate Update (2025-2029)

 
 

The Global Annual to Decadal Climate Update is issued annually by the World Meteorological Organization (WMO). It provides a synthesis of the global annual to decadal predictions produced by the WMO designated Global Producing Centres and other contributing centres. More

 
 
 
 
 
 

CO2-Statistik: Emissionen aus Brenn- und Treibstoffen

 
 

Die CO2-Statistik zeigt die Entwicklung der CO2-Emissionen aus Brenn- und Treibstoffen und verdeutlicht damit die Wirksamkeit der klimapolitischen Massnahmen im Energiebereich. Da der Heizenergieverbrauch stark von der Witterung abhängig ist, zeigt die CO2-Statistik auch die witterungsbereinigte Entwicklung der CO2-Emissionen aus Brennstoffen. Die CO2-Statistik wird jährlich im Juli mit den Daten bis zum Vorjahr aktualisiert. Mehr / Plus / More

 
 
 
 
 
 

Climate change: Special Eurobarometer 565

 
 

A large majority of Europeans continue to view climate change as a serious global threat, with 85% of citizens identifying it as a major problem. Support for EU climate policy remains strong: 81% back the EU-wide goal of climate neutrality by 2050. A growing share of Europeans (38%) also report feeling personally exposed to environmental and climate-related risks. Citizens see climate action not only as necessary but beneficial—both economically and socially. Over three quarters (77%) agree that the cost of damage caused by climate change outweighs the cost of transitioning to a climate-neutral economy, while 88% support greater investment in renewables and energy efficiency. More

 
 
 
 
 
 

Economic losses and fatalities from weather- and climate-related extremes

 
 

This briefing published by the european environment agency is about the significant fatalities and economic losses from natural hazards between 1980 and 2023. It also examines the widening insurance protection gap, includes fresh data on six Western Balkan countries and insights to complement the relevant annual indicator. More

 
 
 
Mehr Publikationen ansehen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Fig. LCOH for Africaa, LCOH for scenario 2, cash-constrained de-risked. b, LCOH for scenario 1, cash-constrained commercial. c–i, Detailed maps for Angola (c), Egypt (d), Kenya (e), Mauritania (f), Morocco (g), Namibia (h) and South Africa (i). The detailed map costs shown are for scenario 2, cash-constrained de-risked.

 
 
 
 

Forschungsimpuls des Monats

«Governments in many European countries have high hopes for cheap green hydrogen (H2) from Africa to decarbonize hard-to-abate sectorsUsing geospatial levelized cost models, this study evaluates the economic feasibility of exporting green H2 in the form of ammonia from Africa to Europe under four realistic financing scenarios by 2030. If finds that without European policy interventions, green H2 from Africa remains prohibitively expensive.»

- Egli, F., Schneider, F., Leonard, A. et al. Mapping the cost competitiveness of African green hydrogen imports to Europe.

 
 
   
 

Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT) 
Forum für Klima und globalen Wandel (ProClim)

 
 
 

Für diesen Newsletter anmelden

 
 
 
 

Von diesem Newsletter abmelden